Was ist Fahrzeugerprobung/Fahrzeugversuch?
Fahrzeugerprobung ist das zielgerichtete Versuchen mit einem Fahrzeug
oder mit Fahrzeugflotten, beginnend bei der Inbetriebnahme und der
ersten Verifikation von Funktionalitäten des Fahrzeugs über
die Dauerhaltbarkeits- und Funktionsvalidation bis hin zur Freigabe
und Verifikation der Kundenwahrnehmung.
Was bedeutet versuchen, erproben bzw. testen?
Versuchen, erproben oder testen ist das zielgerichtete praktische
Versuchen.
Dazu gibt es im Fahrzeugversuch zwei mögliche Betrachtungsweisen,
die in anderen Bereichen (z.B. in der Software-Entwicklung) anders
gesehen werden.
1. Die Verifikation
2. Die Validation oder Validierung
1. Die Verifikation
Die Verifikation versucht, erprobt bzw. testet unter der Prämisse
"funktioniert ein System so, wie es funktionieren soll".
Das bedeutet, die Verifikation sucht nach positiven Fakten bzw.
nach Beweisen für die Freigabe. Die Verifikation der Funktionalität
oder Komponente ist die Voraussetzung für die Validierung.
2. Die Validation bzw. Validierung
Die Validation versucht, erprobt bzw. testet unter der Prämisse
"gibt es Gründe, die gegen eine Freigabe sprechen".
Das bedeutet, die Validierung sucht nach negativen Fakten gegen
die Freigabe (z.B. für das Q-Gate oder die Serie). Damit kann
die Validierung nur eine Handlungsempfehlung im positven Testfall
geben, de facto aber nie aber einen Beweis für das sichere
Funktionieren liefern.
- Verifikation von Funktionalitäten am Fahrzeug
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— Freigabetests
— Baustandsüberprüfungen
— Koordination
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- Dauerhaltbarkeits- und Funktionsvalidierung (Fahrzeugdauerlauf)
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— Prüfgeländedauerläufe
— Straßendauerläufe
in Deutschland
— Straßendauerläufe
international
— Extremerprobungen
(Hitze, Höhe, Kälte, Schnee, Staub, Feuchte, offroad,
Schlechtweg etc.)
— Sonderdauerläufe
— Datenkollektivsammlung
für Prüfstandsprogrammauslegung oder Basisapplikationen
— Komponentendauerlauf
in Fahrzeugen
— Entwicklung,
Detaillierung und Umsetzbarkeitsprüfung von Dauerlauf-
und
Zusatzprüfprogrammen |
- Verifikation der Kundenakzeptanz
- Fahrzeugbenchmark
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— Engineering
— Organisation
— Fahrbetrieb
(Fahrer und Koordination)
— Werkstattumfänge
— Messtechnikumfänge
und -applikationen
— Diverse
notwendige Ausrüstungen
— Notwendige
Infrastruktur wie zum Beispiel Prüfgelände, Werkstätten
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Datenkollektive werden für verschiedene Bauteilauslegungen und
für die Entwicklung von Prüfprogrammen benötigt. Eine
Anwendung von gesammelten Datenkollektiven ist die effiziente Planung
von Prüfstandsversuchen. Eine andere Möglichkeit ist die
Auslegung von Basisapplikationen oder Basisparametern für die
konstruktive Auslegung.
Der erste Gedanke sollte bei der Datenkollektivsammlung immer die
Kundenanwendung sein. Es ist im Nutzfahrzeugbereich üblich,
ausgewählte Kundenfahrzeuge nach Abstimmung mit dem Kunden
mit einer Messtechnik zu versehen, die Nutzungsdaten sammelt.
Im Pkw- oder Motorradbereich ist dies eher noch die Ausnahme. Hier
werden Daten für die kundenrelevante Auslegung eher im internen
Fahrzeugdauerlauf, bei internen Fuhrparkdauerläufen oder bei
Feldversuchen gesammelt.
Die dritte gängige Methode ist das Abfahren von Versuchsreihen.
Dies wird heute teilweise immer noch vom Entwickler selbst gemacht,
aber gerade diese Bereiche bieten sich oft für die Abwicklung
durch einen kompetenten Dienstleister an.
Das Fahrzeug ist heute ein hochgradig komplexes System. Es kann mit
den heute zur Verfügung stehenden Mitteln nicht sichergestellt
werden, dass alle Prüffälle (z. B. unvollständige Quellcodeabdeckung
in Steuergerätefunktionen oder Bedienvariationen), die zur Absicherung
der möglichen Kundennutzung verifiziert werden, erfasst sind.
Um dennoch eine ausreichende Validität der Funktionsüberprüfung
beziehungsweise eine ausreichende Überprüfung der Kundenfehlerhäufigkeit
zu erreichen, bedarf es breiter angelegter Tests. Diese Test werden
in der Regel im Fahrzeugdauerlauf durchgeführt.
Die Notwendigkeit des Fahrzeugdauerlaufs ergibt sich z. B.:
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— aus
Zuverlässigkeitsforderungen im Kundeneinsatz
(z. B. ADAC-Pannenstatistik)
— aus
der Forderung, G&K-Kosten zu reduzieren
— aus
der Forderung für Gebrauchtfahrzeuge möglichst hohe
Wiederverkaufswerte zu erzielen
— aus
der Produkthaftung z. B. entsprechend §§ 823 f. BGB,
ProdHaftG und
EG-Richtlinie RIL 1999/34/EG |
Die Validität der Aussage ist abhängig von:
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— der
Anzahl der Prüflinge (Anzahl Fahrzeuge)
— der
Kundenrelevanz der Prüfprogramme
— der
Prüfdauer (Laufleistung, Kaltstarts, Anzahl Belastungskollektive
...)
— die
Variabilität der Belastungskollektive |
Grundsätzlich wird zwischen Komponentenabsicherung im Fahrzeug
und Gesamtfahrzeugabsicherung unterschieden.
Die Komponentenabsicherung im Fahrzeug ist notwendig, um die Systemeinflüsse
aus dem Fahrzeug für die Freigabe einer Komponente (z. B. Powertrain)
zu berücksichtigen.
Die Gesamtfahrzeugabsicherung wird betrieben, um das Gesamtsystem
Fahrzeug abzusichern und freizugeben.
Typische Ziele für die Gesamtfahrzeugabsicherung / den Gesamtfahrzeugdauerlauf:
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— Qualitätsfreigabe
der Entwicklungsstufen
— Qualitätsfreigabe
der Serienanläufe
— Qualitätsabsicherung
der laufenden Serie |
Typische Komponentenabsicherungen/Komponentendauerläufe:
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— Motorendauerlauf
— Getriebedauerlauf
— Kupplungsdauerlauf
— Katalysatordauerlauf
— Dauerlauf
Abgasanlage
— Dauerlauf
für das Teilsystem Powertrain
— Fahrwerksdauerlauf
— Reifendauerlauf
— Bremsendauerlauf
— Lenkungsdauerlauf
— ESP-Dauerlauf/ESP-Funktionsdauerlauf
— Funktionsdauerlauf
Navigationssytem
— Funktionsdauerlauf
Mediasysteme (Radio etc.)
— Funktionsdauerlauf
Fahrassistenzsysteme
— Korrosionsdauerlauf
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Ein Benchmark ist ein Maßstab, etwas besonders Gutes, das sich
zu kopieren lohnt. Natürlich geht es in der Regel nicht um das
einfache Kopieren.
Für die Entwicklung eines so komplexen Produktes wie eines
Fahrzeugs benötigt man Anhaltspunkte zur Orientierung. Und
sicher gibt es viele Details, die nicht neu erfunden werden müssen.
Der Fahrzeugbenchmark ist notwendig, damit man Basisanforderungen
für den Best of Class identifizieren kann. Diese Basisanforderungen,
verbunden mit den Stärken der eigenen Marke, ermöglichen
es, ein wirklich gutes Produkt für den Automobilkunden zu entwickeln.
Ein weiterer wichtiger Grund für das externe Benchmarken ist
die unabhängige Beurteilung eigener Produkte für das Topmanagement.
Der Fahrzeugbenchmark ergibt sich zunächst aus der vergleichenden
Betrachtung von Fahrzeugen des Auftraggebers und der Wettbewerber.
Dies kann sich zum Beispiel auf Messwerte beziehen. Darüber
hinaus lassen sich Vergleichskriterien entwickeln, die sich beispielsweise
aus der Arbeitsweise der Fahrzeugpresse ergeben oder die sich aus
Zielkundenverhalten ableiten lassen.
Von zunehmender Bedeutung ist das Benchmarken von Fahrzeugen bezogen
auf den ganzen Lebenzyklus des Fahrzeugs. Dies umfasst neben der
Nutzung über die Solllebensdauer unter verschiedenen Nutzungsbedingungen
hinaus zum Beispiel auch die Betreuung durch Händler und Werkstätten
sowie die Fahrzeuggesamtkosten (Life cycle costs).
Da den Endkunden nur das Verhalten über die Gesamtlebensdauer
oder zumindest über seine Nutzungsdauer interessiert, basiert
der Ansatz der Fahrversuch Süd GmbH auf der Dauererprobung.
Für den Benchmark in der Dauererprobung wird auf das europäische
Durchschnittskundenmodell des modularen Fahrzeugdauer- und Funktionserprobungsprogramms
der Fahrversuch Süd GmbH zurück gegriffen.
Unsere Leistungen
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— Entwickeln
von Kriterienkatalogen
— Fahrzeugvermessung
— Organisation
des Fahrzeugbenchmark
— Auswertung
der Vermessungen und der Kriterienbewertung
— Definition
der Zielkriterien für neue Fahrzeuge
— Bewertung
des Produktes des Auftraggebers im Marktumfeld
— Personelle
Unterstützung
— durch
— Ingenieure
— Koordinatoren
— Infrastruktur
und Ausrüstung |
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